Um somit wieder auf das Thema zu sprechen zu kommen ... *g*
Verzeiht mir die Ausdrucksweise, aber ich könnte einfach kotzen, sehe ich beispielsweise zwölfjährige Mädchen in derartiger 'Kleidung' durch die Gegend stolzieren, als würden sie auf den Strich gehen. Selbst bei zunehmendem Alter der Personen habe ich für jene bloß ein müdes Lächeln über - gilt ihr Spiel mit den Reizen dem Zweck, unglaublich erwachsen und reif zu gelten, dadurch aufzufallen. Meiner Erfahrung nach ist dem häufig so, haben sie doch nichts anderes als feste Freunde und dergleichen im Kopf, brüsten sich damit, reden ständig darüber.
Ich strafe das nur mit Verachtung und schätze es ausgesprochen gering, vor der Volljährigkeit unbedingt eine Beziehung haben zu wollen, viele erzwingen es immerhin beinahe, möchten 'dazugehören' oder sogar damit angeben. Sicher lässt sich das nicht verallgemeinern und es mag vereinzelt Paare geben, bei denen es wirklich ernsthaft ist ... aber in einem Alter voller Entwicklungen halte ich es für unwahrscheinlich, dass es von langer Dauer sein wird. Natürlich mag das daran liegen, dass ich von Liebe generell keine allzu hohe Meinung habe ...
Jedenfalls sehe ich einen essentiellen Unterschied weiterhin zwischen Praxis und Theorie. Ich finde nichts verwerfliches daran, ist man neugierig, denkt über Sexualität nach, redet mit Freunden darüber. Das ist völlig in Ordnung (Selbstbefriedigung eingeschlossen, das lässt sich wohl zur Neugier zählen). Selbst wenn man sich als Jugendlicher mal einen Porno ansieht, kein Problem. Letztendlich kann man sowieso nicht viel dagegen unternehmen, es ist unvermeidlich, dass sich in der Pubertät ein Interesse für diese Themen entwickelt. Nur sollte das alles vorläufig noch theoretisch bleiben.
Wirklich zur Tat schreiten sollte man erst nach Erreichen eines entsprechenden Alters. In meinen Augen frühestens ab der Volljährigkeit, zumal es sich wegen der rechtlichen Lage bei uns so am besten anbietet (ich weiß, dass es bereits vorher mit gewissen Einschränkungen erlaubt ist - wie jedoch gesagt, am einfachsten ist es, sobald man volljährig ist). Außerdem sollte man an diesem Punkt die größten Entwicklungen, körperlicher und seelischer Natur, überstanden haben, um nun ernsthafte Entscheidungen treffen zu können und eigenverantwortlich zu handeln. Von da an kann man praktische Erfahrungen sammeln und sollte mittlerweile genug über Verhütung und dergleichen wissen. Überdies sollte nun eine geistige Reife vorhanden sein, die sexuelle Aktivitäten nicht zum Statussymbol erklärt, so dass es tatsächlich ernst gemeint ist. Übrigens habe ich trotz allem nichts gegen Verhältnisse einzuwenden, falls man nicht offensichtlich von einem Bett zum nächsten hüpft, sondern im Stillen sich (mit nicht ständig wechselnden Partnern) austobt. ;)
Konfuse Ansichten? Das will ich gar nicht leugnen. Ich für meinen Teil bin zufrieden damit, mich nicht zu dieser frühreifen und unvernünftigen Jugend rechnen zu müssen, da bleibe ich gerne bloß bei zweideutigen Gedanken. Man sollte seine Jugend anders nutzen, als sich durch die Gegend zu ... nun ja, oder seinen Wert an Partnerschaften zu messen. Schließlich leben wir hier nicht mehr in einer Zeit oder Gesellschaft, in der es notwendig ist, früh anzufangen, ist die Lebenserwartung nicht sonderlich hoch. Wir sind eigentlich alle vernunftbegabte Wesen und werden Triebe wohl angemessen zügeln können - oder auch dem Einfluss der Medien einigermaßen standhalten. Sexualität ist ein wichtiger sozialer und psychologischer Bestandteil des Lebens und sollte ernst genommen werden, weswegen gut daran getan ist, die praktische Erkundung dessen ausgiebig zu überlegen und damit zu warten.